a few words with david babendreyer / jumpcuts

c*: Wie lange bist Du in deinem Beruf?

db: Ich bin jetzt seit 6 Jahren selbstständig…

c*: Beschreibe “Jumpcuts” in 5 Stichpunkten:

db: Visuell, kreativ, anders, detailverliebt, flexibel

c*: Mit welchem Equipment arbeitest du am liebsten?

db: Ich arbeite sehr gerne mit meinem Canon DSLR Setup – mit Zeiss Optiken. Leicht und Effektiv – wenn´s drauf ankommt ist es auch mal eine Red (Danke Ralf…). Ich kann mich daran erinnern als ich vor vielen Jahren durch den Sucher meiner Canon AE1 geschaut habe und mir gewünscht habe diesen Look für den Filmbereich zu haben. Was damals bei den Budgets unmöglich war…zumindest bei dem Budget was mir zur Verfügung stand. Es hat fast 10 Jahre gedauert bis die Film-Innovation im Fotobereich entstanden ist.

c*: Wie hat sich der Filmmarkt, grade mit dem Auftreten von HD im DSLR Consumer Segment verändert?

db: Viel mehr Leute haben jetzt die Möglichkeit qualitativ hochwertige Sachen zu machen. Das ist ja schon ein ziemlicher Boom. Dadurch, dass es sich so breit aufgestellt hat sieht man viele tolle unschärfen in den Bildern…das Aneinanderreihen von Bildern macht einen Film aber nicht automatisch gut. Am Ende will Film Emotionen wecken, eine Geschichte erzählen. Da trennt sich für mich die Spreu vom Weizen.

c*: Seit dem das der Fall ist, ähneln sich viele Filme in Stil und Qualität. Bleibt das Innovativ-Kreative auf der Strecke?

db: Ja – ich versuche es mal so zu erklären: Es wurde schon alles gekocht, jedes Gewürz und jede Sorte Gemüse benutzt. Das Geheimnis liegt eigentlich darin, den Mut und die Freiheit zu besitzen Sachen miteinander zu kombinieren die eigentlich nicht zusammen gehören. Bei der Vielfalt an Möglichkeiten die einem heutzutage zur Verfügung stehen, kann man neue visuelle Welten schaffen.

c*: Welche Projekte stehen an?

db: Es sind verschiedene freie Projekte in der Pipeline. Imagefilme, Werbespots…und natürlich meine freien Kreativkonzepte in die ich mein ganzes Herzblut stecke. Kurzfilme für Webnovel die zeitnah online sein werden. Diverse freie Projekte mit camou*. Im Sommer kehre ich nochmal zu meinen Wurzel zurück und werde mich einem ausgiebigen Bike-Film-Projekt widmen. Nach 3 Jahren habe ich dann auch endlich mal die Zeit und Energie gefunden mich meinem eigenen Reel anzunehmen, die Eigenpräsentation kommt immer zu kurz – wer kennt das nicht.

c*: Was empfiehlst Du Neueinsteigern?

db: Machen, machen, machen. Equipment einpacken und loslegen. Anfangs habe ich mich auch im Equipment Sog verloren…ich brauche noch dies, ich brauche noch das. Heutzutage bin ich glücklich wenn ich mit meinem kleinen, (aber sehr feinen) Setup losziehen und schöne Sachen machen kann…Das Equipment ist ja eigentlich nur dazu da, der Idee eine Projektionsfläche zu bieten.

c*: Was inspiriert dich?

db: Reisen, das Internet (Arbeiten von anderen Leuten zu sehen) und die Zusammenarbeit mit anderen fähigen Leuten. Reisen, reisen, reisen…neue Sachen sehen. Im Alltagstrott stumpft man schnell ab.

c*: Hast Du in deinem Bereich Leute zu denen Du hoch schaust?

db: Keine speziellen Vorbilder. Sicher faszinieren mich verschieden Dinge, Filme  die ich sehe. Gut umgesetzte Projekte faszinieren mich immer wieder. Szenerien die in interessanten Locations, Ländern stattfinden, die ich vielleicht noch nicht gesehen habe. Ein Dreh in aussergewöhnlichen Situationen – aus einem Heil oder unerreichbaren Orten. Irgendwie übernimmt  die Herausforderung eine Art Vorbildfunktion.

c*: Beschreibe deine perfekte Location…

db: Marokko. Ourzazate…wenn ihr euch meinen Film “Off Marokko” anseht, wisst ihr was ich meine. ich bin ein großer Freund von runtergekommenen Endzeitstimmung-Locations. Ist mir viel lieber als hochpolierte Fassaden. Die verarmten Strassenschluchten, unfertige Häuser, zerstörte Gebäude…jede Ecke, jedes Detail wahr eine wahre Freude für mich. Meine Mietreisenden waren schon ein bisschen angenervt, dass ich so viel Zeit mit meiner Cam dort verbracht habe (David lacht…). Dabei ist ein Title Design für einen fiktiven Film heraus gekommen…wie gesagt – seht es euch an…

c*: Was hat dich motiviert “Walk with me” zu machen?

db: (Schmunzelt…) Samstags kam die neue Canon 5D Mark III – Ich war ziemlich aufgeregt…ich war einer der ersten, die das Gerät ihr eigen nennen durften. Natürlich hat es so gekribbelt, dass ich am nächsten Tag ganz spontan losgezogen bin um die Kamera auszuprobieren. Jede der Ideen ist im Moment geboren, ich hatte weder etwas vorbereitet noch geplant. Wieder ein Beispiel dafür, dass man einzigartige Dinge schaffen kann, wenn man spontan handelt und es fliessen lässt…

 

So mal sehen was das Jahr noch so hervorbringt, es gibt genug zu tun.
Jedes Projekt bringt mich ein Stück weiter wo die reise endet weis ich noch nicht, aber eins kann ich sagen: ich bin glücklich mit meiner Berufswahl :)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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